Bereits im 18. Jahrhundert beschrieb der italienische Arzt und Naturforscher Luigi Galvani, dass lebendige Zellen elektrische Eigenschaften aufweisen. Diese Beobachtungen gelten als ein früher Ausgangspunkt für die Erforschung bioelektrischer Phänomene im menschlichen Körper.
In den 1950er-Jahren wurden erste technische Verfahren entwickelt, die elektrische Impulse zur Stimulation von Nervenstrukturen nutzten. Daraus ging unter anderem die TENS-Technologie hervor, die bis heute in unterschiedlichen medizinischen Kontexten untersucht und eingesetzt wird.
In den 1970er-Jahren entstanden im Zuge des Kalten Krieges auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs zahlreiche Forschungsprogramme, unter anderem mit dem Ziel, medizinische Versorgung unter extremen Bedingungen sicherzustellen. In der damaligen Sowjetunion wurden interdisziplinäre Projekte initiiert, an denen Ärzt:innen, Physiker:innen und Ingenieur:innen beteiligt waren.
Im Rahmen dieser Projekte wurden Konzepte erforscht, bei denen körpereigene elektrische Rückmeldungen in die Steuerung elektrischer Impulse einbezogen wurden. Aus diesen Arbeiten ging die sogenannte SCENAR-Technologie hervor, die als adaptive Form der elektrischen Neurostimulation beschrieben wird.
Mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen der späten 1980er-Jahre wurde diese Technologie zunehmend auch außerhalb militärischer und staatlicher Forschungsprogramme weiterentwickelt. Es entstanden verschiedene Gerätegenerationen, die für unterschiedliche Anwendungskonzepte konzipiert wurden.
In diesem Zusammenhang entwickelte sich auch die DENAS-Technologie als eine Variante adaptiver elektrischer Neurostimulation. Sie baut auf den zuvor erforschten Prinzipien auf und wurde technisch weiterentwickelt.
Zur bioelektrischen Stimulation, einschließlich SCENAR- und DENAS-Systemen, existieren Forschungsprojekte, wissenschaftliche Arbeiten und Dissertationen aus unterschiedlichen Ländern. Die Studienlage ist dabei heterogen und umfasst verschiedene Fragestellungen, Studiendesigns und methodische Ansätze.
Die Nennung historischer Entwicklungen, Forschungsvorhaben und institutioneller Aktivitäten dient der Einordnung des
Forschungsfeldes.
Sie stellt keine Aussage zur klinischen Wirksamkeit einzelner Geräte oder Anwendungen dar und ersetzt keine medizinische Bewertung im
Einzelfall.
Die folgende Übersicht zeigt ausgewählte Stationen der technischen Entwicklung, Produktgenerationen und organisatorischen Expansion im Umfeld der DENAS-Technologie.
Sie dient der zeitlichen und historischen Einordnung und stellt keine Bewertung der medizinischen Wirksamkeit einzelner Geräte oder Anwendungen
dar.
Gründung der DENAS MS Corporation in Jekaterinburg (Russland)
Ziel: Entwicklung und Herstellung technischer Systeme im Bereich bioelektrischer Stimulation sowie ergänzender Produkte
Beginn der Serienfertigung erster DENAS-Geräte
Teilnahme an internationalen Fachmessen
Aufbau eines Vertriebsnetzes
Auszeichnung „Bestes Produkt des Ural“
Start eines eigenen medizinischen Zentrums
Einführung erster externer Elektroden
Aufbau von über 100 Distributionszentren
Internationales medizinisches Symposium zur DENS-Technologie in Jekaterinburg
Auszeichnung für technologische Entwicklungen im Bereich adaptiver Stimulation
Erweiterung durch Niederlassungen in St. Petersburg und Nowosibirsk
Eintritt in den europäischen Markt
Einführung der Geräte DiaDENS-T und DiaDENS-DT
Internationale Auszeichnungen im Bereich Wissenschaft, Technologie und Kommunikation
Zertifizierung zur Einhaltung europäischer Qualitätsstandards
Offizieller Sponsor der russischen Nationalmannschaft bei den Paralympics in Athen
Teilnahme an der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf
Überschreiten der Marke von einer Million Nutzer weltweit
Einführung von DiaDENS-PC
Einführung der DENAS-Brille
Einführung von DiaDENS-PCM und ZooDENS
Teilnahme an der MEDICA 2006 in Düsseldorf
Aufbau erster Ausbildungs- und Schulungsprogramme in den USA
Einführung von DiaDENS-Cardio
Entwicklung weiterer Systeme wie OLM-Decke, Osteo-DENS und LADOS
Eröffnung der ersten Niederlassung in Australien
Einführung DiaDENS-T (2. Generation)
Einführung DiaDENS-Cosmo
Einführung OLM-therapeutischer Textilien
Einführung des Systems Vertebra
Teilnahme an internationalen Kongressen, u. a. Evromedica (Hannover) und dem Europäischen Kongress für Physikalische und Rehabilitative Medizin (Venedig)
Einführung DiaDENS-PCM 3
Entwicklung von Applikatoren
Eröffnung spezialisierter DENAS-Kliniken mit integrierten diagnostischen und anwendungsbezogenen Angeboten
Auszeichnung DiaDENS-Cardio im Rahmen des Wettbewerbs „100 beste Waren Russlands“
Einführung weiterer Systeme (u. a. Reflexo, Tonometer, DENAS-Brille)
Teilnahme an internationalen Industrie- und Technologiemessen
Technische Weiterentwicklungen der Systeme DiaDENS-PCM und DiaDENS-T
Einführung DiaDENS-Cardio (2. Generation)
Einführung Vertebra (2. Generation)
Einführung DENAS-Complex
Überarbeitung der DENAS-Brille
Einführung DiaDENS-PCM 6
Neue Generation der OLM-Decke und therapeutischer Textilien
Einführung DENAS-Ultra
Erweiterung des Zubehörs (u. a. Handschuh- und Socken-Elektroden)
Auch nach 2018 wurden im internationalen Umfeld weitere Gerätegenerationen und technische Varianten entwickelt.
Aufgrund regulatorischer und geopolitischer Rahmenbedingungen sind diese neueren Entwicklungen derzeit nicht oder nur eingeschränkt im europäischen Markt verfügbar.
Das zugrunde liegende technologische Grundprinzip der adaptiven elektrischen Neurostimulation blieb dabei unverändert.
Unterschiede betreffen vor allem Design, Benutzerführung sowie Erweiterungen einzelner Frequenz- und Programmlogiken.
Für die grundsätzliche Einordnung der Methode ist daher weniger das jeweilige Gerätejahr als vielmehr das zugrunde liegende technische Prinzip maßgeblich.
Im Umfeld der bioelektrischen Stimulation, einschließlich SCENAR- und DENAS-Systemen, wurden im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zahlreiche Forschungsprojekte, wissenschaftliche Arbeiten und institutionelle Untersuchungen durchgeführt.
Die nachfolgende Übersicht dient der Einordnung des Forschungsumfelds, der beteiligten Institutionen sowie der regulatorischen
Rahmenbedingungen.
Sie stellt keine Aussage zur klinischen Wirksamkeit einzelner Geräte oder Anwendungen dar und ersetzt keine medizinische Bewertung im Einzelfall
Untersuchungen, Studienprojekte oder wissenschaftliche Arbeiten zur bioelektrischen Stimulation fanden unter anderem im Umfeld folgender Institutionen statt:
Ausschuss für Neutechnik des Gesundheitsministeriums der Russischen Föderation
Medizinische Setschenow‑Akademie Moskau (verschiedene Lehrstühle, u. a. Geburtshilfe und Gynäkologie, Therapie, Traumatologie und Orthopädie, Chirurgie)
Forschungsinstitut für Pädiatrie und Kinderchirurgie Moskau
N. N. Priorow Zentralinstitut für Traumatologie und Orthopädie
Onkologisches Institut Rostow
Medizinische Institute und Universitäten in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg und Odessa
Gehirninstitut St. Petersburg
Die Arbeiten in diesen Kontexten umfassten unterschiedliche Fragestellungen, methodische Ansätze und wissenschaftliche Perspektiven, unter anderem aus der Medizin, Biophysik und Neurophysiologie.
Darüber hinaus wurde die Thematik bioelektrischer Stimulation in weiteren spezialisierten Forschungseinrichtungen untersucht, darunter:
Föderales wissenschaftliches Klinik‑ und Versuchszentrum für traditionelle Diagnostik‑ und Behandlungsmethoden Moskau
Institut für klinische und experimentelle Medizin Nowosibirsk
Diese Einrichtungen befassten sich mit biophysikalischen, neurophysiologischen und methodischen Aspekten bioelektrischer Stimulation.
Die bioelektrische Stimulation ist zudem Gegenstand zahlreicher Dissertationen und akademischer Arbeiten aus unterschiedlichen medizinischen und
naturwissenschaftlichen Fachgebieten.
Diese Arbeiten spiegeln das wissenschaftliche Interesse an dem Themenfeld wider, weisen jedoch – wie in der Forschung üblich – unterschiedliche Fragestellungen, Studiendesigns und Aussagegrenzen
auf.
Die Corporation DENAS nahm im Laufe der Jahre regelmäßig an internationalen medizinischen Kongressen, Fachmessen und wissenschaftlichen
Veranstaltungen teil und erhielt verschiedene Auszeichnungen im Rahmen von Fach- und Technologieausstellungen.
Diese Aktivitäten dokumentieren die Einbindung in fachliche Diskurse und den Austausch mit unterschiedlichen wissenschaftlichen und technischen Communities.
Die DENAS-Geräte sind gemäß den geltenden europäischen Richtlinien für Medizinprodukte zertifiziert und mit dem entsprechenden
CE-Kennzeichen versehen.
Die Zertifizierung bezieht sich auf die Einhaltung regulatorischer Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Konformität im Rahmen des Medizinprodukterechts.
Die Darstellung der Forschungsaktivitäten, Institutionen und Zertifizierungen dient der historischen, wissenschaftlichen und regulatorischen
Einordnung der DENAS-Technologie.
Sie ist nicht als Wirksamkeitsnachweis oder therapeutische Empfehlung zu verstehen.
